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PIEMONT - ALESSANDRIA (Meteo)

 

Alessandria liegt ca. 70 km östlich von Turin in der oberen Poebene, am Ufer des Flusses Tanaro. Die Stadt wurde 1168 von den Bewohnern der Gegend gegründet, um sich gegen den Markgrafen von Montferrat und die Stadt Pavia zu verteidigen, nach deren Ersuchen sie 1174 von Friedrich Barbarossa sechs Monate lang erfolglos belagert wurde. Der Lombardenbund nahm den Ort auf und nannte ihn Alessandria, nach Papst Alexander III. Nachdem die Stadt durch verschiedene Hände gegangen war, wurde sie 1713 im Frieden in Utrecht dem Haus Savoyen zugesprochen, und der Bau einer Festung wurde 1728 von Ignazio Bertola begonnen.

Während der französischen Besatzung (1800–1814), die nach der Schlacht von Marengo begann, wurde sie noch weiter befestigt. Die Anlagen wurden von den Österreichern 1815 völlig zerstört, wurden aber anschließend wieder aufgebaut. Die Festung befindet sich auf der linken Seite des Tanaro und wurde bis 2007 noch vom Militär verwendet. Der Stadtkern liegt dagegen auf der rechten Seite des Flusses. Besonders schön ist das historische Zentrum mit seinen antiken Stadtmauern. Sehenswert sind die Piazza della Libertà mit dem von Benedetto Nyieri erbauten Palazzo Ghilini und dem in einem Palazzo von I825 untergebrachten Rathaus, sowie die Chiesa S. Maria del Carmine aus dem 14. Jahrhundert und der aus dem I9. Jahrhundert stammende Dom.

Haupteinkaufsstrasse ist der geschäftige Corso Roma. Hier befindet sich auch ein historisches Geschäft, in dem die aus Alessandria stammenden Borsalino-Hüte verkauft werden. Wegen der Hütetradition gibt es auch ein Hutmuseum, das „Museo del Cappello“ in der Via Cavour 84, mit historischen Hüten aus aller Welt. Sehr interessant sind in derselben Strasse auch die Artuszimmer ("Stanze di Artù") im Kloster S. Francesco mit 15 Fresken zum entsprechenden Sagenzyklus aus dem I4. Jahrhundert. Schwerpunkt der Darstellung sind die Taten des Ritters Lanzelot.

 

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