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APULIEN - BARI (Meteo)

 

Bari ist die Hauptstadt der Region Apulien und hat ca. 326.800 Einwohner. Sie ist eine bedeutende Hafen- und Universitätsstadt an der Adria. Der Hafen von Bari bietet Fährverbindungen nach Dubrovnik, Bar, Durrës, Patras und Korfu; die Universität Bari ist mit rund 70.000 Studenten eine der grössten in Italien. Die Altstadt birgt zahlreiche Zeugnisse der Zivilisationen, die sich in der geschichtlichen Führung Baris abwechselten: die Römer machten aus der Stadt einen blühenden Hafen, die Byzantiner bauten die Position Baris als Handelsstadt aus, bis zur Ankunft der Normannen, die Bari auch in architektonischer Hinsicht veränderten, indem sie Kirchen, Portale und Paläste errichteten: in dieser Zeit entstanden die bedeutendsten Monumente der Stadt, allen voran die Basilika, die dem Hl. Nicola gewidmet ist, sowie die Kathedrale. Unter der Herrschaft der Staufer (Friedrich II.) wurde die Burg restauriert und dann im 16. Jh. befestigt und verschönert, um den Herzoginnen Isabella von Aragonien und Bona Sforza als Wohnstatt zu dienen. Unter der Herrschaft von Gioacchino Murat (1813) begann die moderne Erweiterung der Stadt, die nach einem präzisen, schachbrettartigen Plan mit geradlinigen Straßen angelegt wurde. Hier befinden sich das Archäologische Museum und die Pinakothek.

Die zwei wichtigsten Kirchen der Stadt sind die San Nicola-Basilika und die Kathedrale, die in der ersten Hälfte des 11. Jh. errichtet und in den letzten Jahrzehnten des 12. Jh., nach der Zerstörung der Stadt durch Guglielmo il Malo im Jahre 1156, rekonstruiert wurde. Sie stellen zusammen mit dem Hohenstauferschloss die wichtigsten baulichen Monumente von ganz Apulien dar. Besonders faszinierend ist die Geschichte der San Nicola-Basilika. Sie wurde zwischen 1087 und 1197 errichtet, um den Körper des Heiligen Nikolaus aufzubewahren, den 62 Seeleute 1087 aus Myra in Lykien entwendet hatten. Sie wird als ein Vorbild der romanisch-apulischen Kirchen angesehen. Ihre majestätische und doch einfache Fassade wird durch zwei gestutzte Glockentürme flankiert, von Lesenen dreigeteilt, im oberen Teil von Biforen und im unteren von drei Portalen geöffnet. Das mittlere der Portale, ein auf Säulen gestützter Baldachin, ist mit reichhaltigen Steinhauarbeiten gestaltet. Mit dieser Kirche fühlt sich die Bevölkerung Baris mit Sicherheit am engsten verbunden.

Zu den bedeutendsten Veranstaltungen zählt das Fest des Hl. Nikolaus, der Schutzheilige Baris und der Seefahrer. Am 7. Mai jedes Jahres gibt es einen grossen historischen Umzug, mit dem der Ankunft der Reliquie des Heiligen in der Stadt gedacht wird. Besonders charakteristisch ist die Wasserprozession am 8. Mai, bei der die Statue des Heiligen Nikolaus von einem ausgelosten Fischkutter aufs Meer hinausgefahren wird, dem durch die Reede ein festlicher Zug weiterer Boote folgt.

 

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