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Erice liegt auf dem Gipfel des Berges Monte San Giuliano, in Nordwesten Siziliens, 15 km von der Provinzhauptstadt Trapani entfernt. Dank der erhöhten Lage auf 750 m über dem Meeresspiegel bietet Erice eine wundervolle Aussicht, an klaren Tagen bis hin zum Ätna. Der Name der Stadt stammt von der antiken Bezeichnung "Eryx", was "Berg" bedeutet. Die zum Meer hin liegenden Grotten deuten darauf hin, dass die Gegend bereits im Spätpaläolithikum und Neolothikum bewohnt war. Erice wurde die Stadt der Elymer und besass einen Tempel, welche der Erd- und Fruchtbarkeitsgöttin Astarte geweiht war, eine Gottheit die vergleichbar ist mit der Venus der Römer. Vor und nach der kurzen Besetzung der Griechen aus Agrigent und Syrakus war Erice punisch. Die Karthager zerstörten die Stadt 260 v. Chr. Im Jahr 247 v. Chr. wurde sie von den Römern besetzt und verfiel als Stadt und als Festung. Anschliessend erlebte sie dieselbe Entwicklung wie alle anderen Städte Siziliens: zuerst war sie unter byzantinischer Herrschaft, ab 831 unter arabischer und im 12. Jahrhundert unter normannischer.
Die Normannen bevölkerten die Stadt wieder und ausser weiteren Verteidigungsanlagen errichteten sie das Schloss, welches Normannenschloss oder Castello di Venere genannt wird. Die Stadt trug den gleichen Namen, den Graf Roger der Burg gegeben hatte: Monte San Giuliano. Während des Mittelalters wurden Kirchen und Klöster erbaut und seitdem ist ausser einigen barocken Palästen das antike Stadtbild weitgehend unverändert geblieben. Erice ist berühmt für seine Monumente und die Schönheit des mittelalterlichen Zentrums mit den engen, verwinkelten Gassen, wo man auch die antiken Stadtmauern aus dem Mittelalter bewundern kann, mit ihren Wachtuürmen und den drei normannischen Toren: Porta Spada, Porta del Carmine und Porta Trapani. Das Normannenschloss wurde auf den Resten des Tempels der "Venere Ericina" erbaut und besitzt zahlreiche Säle, die mit Fresken dekoriert und originalen Einrichtungsgegenständen ausgestattet sind. Zum Tempel gehören ein heiliger Brunnen, eine Thermalanlage und einige private Wohnhäuser.
Der Gemeindepalast beherbergt die Bibliothek und das Städtische Museum "Museo Civico Cordici", in dem viele archäologische Funde ausgestellt sind, sowie Werke ansässiger Künstler. Erice hat über sechzig Kirchen, darunter ragen heraus: San Martino, San Cataldo, San Giuliano und San Giovanni Battista. Die Pfarrkiche " Chiesa Madre dell’Assunta" wurde im XIV. Jahrhundert erbaut und beinhaltet Kunstwerke aus mehreren Jahrhunderten. An der Küste befindet sich die Lagune Stagnone, die zusammen mit den Inseln Mozia, Isola Longa, S. Maria und Schola, den Salinen und Windmühlen ein Naturreservat von grosser Bedeutung darstellt, das eine ausgesprochen reiche Flora und Fauna beherbergt. Auf der Insel Mozia, eine phönizische Kolonie der Antike, sind noch viele antike Fundstücke sichtbar, darunter auch die berühmte Statue des “Jünglings von Mozia”. |
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