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Die Marken sind ein aussergewöhnliches Fleckchen Erde, auf dem überall
Burgen und Abteien, Kirchen und Museen, Paläste, Villen und Denkmäler zu sehen sind.
Pesaro
Das aus der Römerzeit stammende Pisaurum war der
Herrschaftssitz der Sforza und der Della Rovere, wie der Palazzo Ducale und die Rocca
Costanza bezeugen, sowie die zahlreichen Kunstwerke, die in der städtischen Pinakothek
aufbewahrt werden. Zu den bedeutendsten Gebäuden gehören der Palazzo Mosca, das Haus von
Gioacchino Rossini, die Kathedrale und die Kirche S. Agostino.
Urbino
Die Stadt bewahrt den Charakter, den ihr Federico da
Montefeltro im 15. Jh. verlieh. Kleinod der Altstadt ist der Palazzo Ducale, Sitz der
Galleria Nazionale delle Marche, dessen Bau dem Talent der Baumeister Luciano Laurana und
Francesco di Giorgio Martini zu verdanken ist, der auch Erbauer der Kirche S. Bernardino
war. Zu besichtigen sind der Dom, das Universitätsgebäude, das Oratorium S. Giovanni
Battista und das Haus des Künstlers Raffaello.
Cagli
Der Ort liegt auf einem Felsvorsprung und wird vom
Hauptturm der Felsenburg beherrscht, einem massiven Bauwerk mit elliptischem Grundriss,
Werk von Francesco di Giorgio Martini.
Fano
Die historische Altstadt entstand um den römischen
Fortuna-Tempel und konnte sich dank der Herrschaft der Malatesta entwickeln. In jener Zeit
entstanden der Palazzo della Ragione und der Palazzo Malatesta. In Letzterem befinden sich
das Stadtmuseum und die Pinakothek.
Gradara
Die herrliche Burg wurde von den Griffo errichtet
und später von den Malatesta sowie den Sforza umgebaut. Sie weist viele Fresken aus der
Renaissance auf und Hinweise auf die grosse Liebe zwischen Paolo und Francesca, die Dante
in seinen Schriften verewigt hat. Wenn man durch die Altstadt oder an der Stadtmauer mit
ihren viereckigen bezinnten Türmen entlang schlendert, kann man noch die mittelalterliche
Atmosphäre geniessen.
Mondavio
Die mächtige, von Francesco di Giorgio Martini
entworfene Burg ist von alten Ringmauern umgeben. In ihr befindet sich das Historische
Museum.
San Leo
Die erstaunliche Festung, in der Graf Cagliostro
gefangen gehalten wurde und starb, ist ein Werk von Francesco di Giorgio Martini. Sie
erhebt sich mächtig auf dem Gipfel eines Felsens. Das Pfarrhaus und der Dom sind
wertvolle Beispiele romanischer Architektur. In der Nähe befindet sich das
Franziskanerkloster S. Ogne.
Sossocorvaro
In der schiffsförmigen Burg der Ubaldini, ebenfalls
von Francesco di Giorgio Martini entworfen, wurden während des letzten Weltkrieges 10.000
Meisterwerke aufbewahrt und gerettet. Heute befindet sich hier ein neues Museum, die
sogenannte Kunstarche, die den gefährdeten Kunstwerken gewidmet ist.
Urbania
Die Stadt ist das antike Castel Durante, das für
die Majolika-Herstellung berühmt war. Francesco di Giorgio Martini verdankt man den Bau
des Palazzo Vescovile, die Renovierung des Palazzo Ducale und den Entwurf des Barco
Ducale, dem Jagdschloss der Herzöge.
Ancona
Hauptstadt der Region. Zu erwähnen ist die
romanische Kathedrale San Ciriaco, die auf einem antiken Venus-Euplea-Tempel errichtet
wurde. Unter den zahlreichen kunstvollen Gebäuden der Stadt sind zu nennen: Die
Markthalle, die Kirchen S. Maria della Piazza, S. Francesco alle Scale und die Chiesa del
Gesù, sowie die Mole Vanvitelliana, die städtische Pinakothek und der römische
Trojans-Bogen.
Corinaldo
Der Ort ist wegen seiner ausgezeichnet gut
erhaltenen, massiven Mauern berühmt. Zu besichtigen sind auch die Wallfahrtskirche S.
Maria Goretti aus dem 18. Jh. und die Kirche Santa Addolorata.
Fabriano
Die Kleinstadt mit ihrem mittelalterlichen Charakter
ist seit dem 13. Jh. wegen der Papierfabriken bekannt. Sie ist um die dreieckige Piazza
del Comune angeordnet, die vom Palazzo del Podestà abgeschlossen wird. Besonders
interessant sind die Städtische Pinakothek und das Museo della Carta e della Filigrana
(Papier- und Filigran-Museum).
 
Jesi
Der alte Stadtkern ist nach wie vor von mächtigen
Wehrmauern umgeben; mittelalterliche Stadtviertel, elegante Paläste und herrliche Kirchen
bereichern die harmonische Altstadt. Unter den Palästen sind zu nennen: Palazzo della
Signoria, ein Werk von Francesco di Giorgio Martini und der Palazzo Pianetti aus dem 18.
Jh., Sitz der bedeutenden städtischen Pinakothek.
Loreto
Hier befindet sich das grösste Marienheiligtum
Italiens, in dem sich das Hl. Haus von Nazareth befindet, das der Legende nach im Jahr
1294 von Engeln hierher transportiert wurde. Am Bauwerk arbeiteten u.a. Melozzo da Forlì,
Luca Signorelli, Bramante, Sansovino und Lorenzo Lotto. Zu besichtigen sind das
angeschlossene Museum del Hl. Hauses und das Museum antiker Waffen.
Offagna
Der Ort wird von der quadratischen Burg mit Türmen
und einem Hauptturm beherrscht. Zu besichtigen sind das Waffenmuseum und das
Naturkundemuseum "L. Paolucci".
Osimo
Im Rathaus der römischen Stadt Auximum werden
zahlreiche antike Zeugnisse aufbewahrt. Sehenswert sind der romanische Dom, die
Wallfahrtskirche S. Giuseppe da Copertino und der Palazzo Campana aus dem 18. Jh., Sitz
der städtischen Kunstsammlung.
Sassoferrato
Die Kleinstadt, die ihren Namen der römischen
Siedlung Sentinum verdankt, besteht aus einem mittelalterlichen Stadtkern (Kirche S.
Francesco, Palazzo Montanari und Palazzo dei Priori), sowie einem modernen Stadtteil. Im
Palazzo Olivia befindet sich eine reichhaltige Stadtbibiothek.
Senigallia
Zu besichtigen sind die Burg Roveresca, der
Palazzetto Baviera, Palazzo Mastai Ferretti und das angeschlossene Museum Pius IX., die
Barockkirche della Croce, der Dom sowie die angeschlossene Diözesenpinakothek und das
Kloster S. Maria delle Grazie.
Macerata
Unter den bedeutenden Monumenten ist die Arena
Sferisterio von Ireneo Aleandaeri als eines der architektonischen Kleinode der Marken
anzuführen. Sie wurde zwischen 1823 und 1829 erbaut, um das antike Ballspiel "Palla
al bracciale" auszutragen. Zu den nennenswertesten Gebäuden gehören die Basilica
Madonna della Misericordia, die Piazza della Libertà, der Uhrturm, die reiche Bibliothek
mit 350.000 Bänden und das Gemeindemuseum.
Camerino
Dieser Ort war der Herrschaftssitz der Da Varano. Er
hat charakteristische enge, gewundene, mittelalterliche Gassen und eine der ältesten und
berühmtesten Universitäten Europas. Zu besichtigen sind der Palazzo Ducale aus dem 15.
Jh., die Rocca und das Kloster S. Domenico mit der dazugehörigen Pinakothek.
Civitanova Alta
Das Städtchen ist grösstenteils noch von
Burgmauern des 15. Jh. mit Türmen und Bollwerken umgeben, die zwei Tore aufweisen. Von
besonderem Interesse sind der Palazzo Ducale der Cesarini, das Haus von Hannibal Caro und
die Gemeindegallerie Moderner Kunst "M. Moretti".
Matelica
Mit dem achteckigen Springbrunnen aus dem 16. Jh.,
den zahlreichen Kirchen, monumentalen Gebäuden und Kunstsammlungen des Museums Piersanti
ist Matelica eine interessante Stadt der Kunst.
Recanati
Die Kleinstadt huldigt dem Dichter Giacomo Leopardi
und pflegt die Orte, die durch seine Verse berühmt geworden sind, wie in einem grossen
Freilichtmuseum: Der "alte Turm" des Klosters Sant'Agostino, der ruhige Platz
von "Sabato del Villaggio", das väterliche Haus, in dem die "mühevoll
erarbeiteten Papiere" aufbewahrt werden, der "einsame Hügel" des
"Unendlichen" und das bescheidene "Haus von Silvia", der Hauptfigur
der berühmten Lyrik. In der städtischen Pinakothek werden wertvolle Gemälde von Lorenzo
Lotto aufbewahrt. Zu besuchen ist ebenfalls das Museum Beniamino Gigli.
 
San Severino Marche
Heimat der Brüder Salimbeni. Im 15. Jh. wurde der
Ort ein europäisches Zentrum der internationalen Gothik, wie die Gemälde in der
Gemeindepinakothek bezeugen. Im Herzen der Stadt befindet sich die Piazza del Popolo, ein
herrliches Beispiel eines elliptisch angeordneten Platzes, der vollständig von
Bogengängen mit erhöhtem Bürgersteig umschlossen ist und seitlich durch zwei Brunnen
geschmückt wird.
Sarnano
Berühmt sind der mittelalterliche Stadtkern mit
seinen roten Ziegeldächern und die engen und steilen Gassen, die städtische Pinakothek,
die Thermen und die Schisportanlagen.
Tolentino
Berühmt ist die Basilika S. Nicola, eine der
bekanntesten Wallfahrtskirchen Mittelitaliens, in der sich die grosse Kapelle aus dem 14.
Jh. mit Fresken aus der Schule von Rimini befindet. In der Umgebung befinden sich das
Castello della Rancia, ein gewaltiger, rechteckiger, mit Zinnen versehener Bau mit hohem
Hauptturm und die Zisterzienserkirche Santa Maria di Chiaravalle di Fiastra aus dem 12.
Jh.
Treia
Mauern, Türme, Tore, antike Häuser: Ansichten
faszinierenden Mittelalters. Die Piazza della Repubblica, die Kathedrale und die
Wallfahrtskirche des Hl. Kreuzes, sowie die Accademia Georgica sind die sehenswürdigsten
Bauwerke.
Ascoli Piceno
Die Piazza del Popolo, im Herzen der Stadt, ist
alljährlich Bühne der berühmten Quintana-Ritterspiele. Unter den Monumenten sind die
Kirchen S. Francesco und SS. Vincenzo e Anastasio zu erwähnen, sowie der Palazzo
Malaspina, der Palazzo dei Capitani und das Rathaus, in dem sich eine interessante
städtische Pinakothek befindet.
Acquaviva Picena
Die Altstadt wird von der gewaltigen Festung mit
Überresten von Burgmauern, antiken Gebäuden und Türmen dominiert.
Amandola
Unter den zahlreichen Bauwerken der Kleinstadt ist
die Kirche S. Francesco zu nennen, die reich an Kunstwerken ist und in der Umgebung die
Kirche Santi Ruffino e Vitale.
Arquata del Tronto
Der Ort befindet sich in einer Lage mit herrlicher
Aussicht und bezieht seinen Namen von der majestätischen Burg aus dem 13. Jh. (Arx), die
den Hügel krönt und der Tradition nach von Giovanna II. von Neapel wieder aufgebaut und
kürzlich restauriert wurde. Die Gemeinde liegt im Schutzgebiet der Nationalparks Monti
Sibillini und Gran Sasso e Monti della Laga.
Falerone
Beachtenswert sind die Überreste der antiken
Römerstadt Faleria mit dem jüngst restaurierten Theater, in dem im Sommer Aufführungen
stattfinden.
Fermo
In der Römerzeit und im Mittelalter war Fermo ein
blühendes Zentrum. Sehenswert sind die römischen Zisternen, die Piazza del Popolo, der
Palazzo dei Priori aus dem 16. Jh., in dem sich die städtische Pinakothek befindet,sowie
der Palazzo degli Studi mit einer Bibliothek mit über 400.000 Bänden.
Montefortino
Mit seinen engen Gassen, Häusern aus Stein und
Ziegeln bewahrt der Ort die Atmosphäre seiner Epoche. Die Pinakothek enthält wertvolle
Gemälde aus der Kollektion des Malers Fortunato Duranti.
Offida
Zu besichtigen sind die Bergfestung und die
prächtige Abtei S. Maria della Rocca, eines der bedeutendsten mittelalterlichen Monumente
der Region.
Sant'Elpidio a Mare
Der Ort ist fast vollkommen von mittelalterlichen Stadtmauern mit dem
Gerosolimitana-Turmaus dem 14. Jh., der Kollegiatkirche, dem Rathaus und der Kirche Maria
S.S. della Misericordia umgeben, in dem sich ein wertvoller Flügelaltar von Carlo
Crivelli befindet. |