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MARKEN - GROTTEN VON FRASASSI

 

 

Die Grotten von Frasassi liegen in der Frasassi-Schlucht in der Gemeinde Genga in der Provinz Ancona. Sie sind Teil eines grandiosen unterirdischen Komplexes, der sich über 18 km erstreckt. Sie wurden im Jahre 1971 von der Speleologen-Gruppe C.A.I. aus Ancona entdeckt und im Jahre 1974 der Allgemeinheit zugänglich gemacht. In kurzer Zeit wurden sie zu einer der Hauptattraktionen der Marken und mittlerweile von über 10 Millionen Menschen aus allen Kontinenten besichtigt. Der Verlauf der Grotten ist faszinierend und die Beleuchtung, von dem berühmten Bühnenbildner Cesarini aus Senigallia kreiert, hebt die Formen und Farben auf faszinierende Weise hervor: Stalaktiten und riesige Stalagmiten, kleine unterirdische Seen zwischen Kristallarabesken, Alabastergebilde, die wie Lanzen an den majestätischen Gewölben hängen - eine unterirdische Route, die zu den schönsten der Welt zählt.

Die Entstehung der Grotten liegt 1.4000.000 Jahre zurück; zu jener Zeit lag der Fluss Sentino, der die Frasassi-Schlucht gegraben hat, höher als jetzt (jetzige Höhe: 200-300 m). Das bikarbonathaltige Wasser dieses Flusses, das in die Verwerfungen eindrang, traf im Inneren des Berges auf das aus der Tiefe steigende, sulfidhaltige Mineralwasser; durch dieses Aufeinandertreffen kam die Erosion in Gang, sowie die Zerfressung der Felsen und die Bildung des unterirdischen Komplexes. Mit der Zeit senkte sich das Flussbett immer weiter ab und auch im Inneren des Berges zog sich das Wasser zurück; so gewann die Grotte im Laufe der Jahrhunderte ihr heutiges Aussehen.

Das meteorische Wasser, reich an CO2 (Kohlendioxyd), das in die kalkhaltigen Felsen eindringt, löst das Kalkkarbonat auf und verwandelt es in Kalk-Bikarbonat. Wenn die Wassertropfen auf die Decke einer Höhle treffen, lassen sie dort (aufgrund von besonderen Bedingungen, wie z.B. hohe Temperatur und niedriger Druck) den Kalk zurück, den sie mit sich führen. Auf diese Weise entstehen, Tropfen auf Tropfen, die Stalaktiten und, dort wo die Tropfen auf den Boden fallen, die Stalagmiten. Mit der Zeit formen einige Stalaktiten und Stagmiten richtiggehende Säulen.