Home pageNatur und Parks in dem Marken National Park

MARKEN - NATUR UND PARKS

 

 

Nationalpark der Monti Sibillini

Via G. Antinori, 1 - 62039 Visso (MC)

Tel. +39 0737 972711 - Fax:+39 0737 972707

www.sibillini.net - parco@sibillini.net

Gründungsjahr: 1993 (70.000 ha)

Der nach den Sibillini-Bergen benannte Park liegt im Herzen Italiens. Er erstreckt sich über 16 Gemeinden in der Region Marken und 2 Gemeinden in Umbrien. Die Gebirgskette weist interessante Karsterscheinungen auf (Piani di Castelluccio), zahlreiche Karsttrichter (Panico-Tal, Ambro-Tal, Palazzo Borghese) und die aussergewöhnliche Karstlandschaft der Berge Vettore und Bove, des oberen Ambro- und des Telatales. Die Vegetation bis ca. 1000 m Höhe besteht aus Eichen-, Buchen- und Eschenwäldern. Darüber wachsen Buchenwälder, die bei 1750 m Höhe in natürliche Weiden übergehen, auf denen seltene und wertvolle Pflanzenarten zu finden sind, wie Türkenbund, Eugeniaveilchen, Bärentraube, Edelweiss des Apennins und die Zwergweide, die als der kleinste Baum der Welt betrachtet wird. Im Park sind wegen ihres Blumenreichtums die Wiesen von Ragnolo zu erwähnen, in denen im Sommer Orchideen, Liliengewächse und Narzissen blühen. Interessant ist auch die Tierwelt. So findet man Wölfe, Wildkatzen, Stachelschweine und Rehe (die zu Beginn der 50er Jahre wieder angesiedelt wurden). Unter den Vögeln sind Steinadler, Hühnerhabicht, Sperber und Wanderfalke zu erwähnen. Im Mittelalter waren die Monti Sibillini in ganz Europa als das Reich der Dämonen, Geisterbeschwörer und Feen bekannt. Eine Legende erzählt von einer berühmten Sibylle namens "Profetessa", die in einer Grotte des gleichnamigen Berges hauste, eine andere von Pilatus, dessen Körper auf den Monte Vettore gebracht und in den Lago di Pilato (1840 m) versenkt worden sei, dem einzigen natürlichen See der Marken, in dem die kleine und seltene Marchesoni-Lurche lebt.

Nationalpark des Gran Sasso und der Monti della Laga

Casa del Parco di Arquata del Tronto - Piazza Umberto I - 67100 L’Aquila

Tel/Fax: +39 0736 809600

www.gransassolagapark.it - ente@gransassolagapark.it

Gründungsjahr: 1995 (150.000 ha)

Der Park umfasst die Monti della Laga in seinem nödlichen Teil und das Gebirgsmassiv des Gran Sasso. Das Gebiet der Monti della Laga ist sehr abwechslungsreich mit tiefen Schluchten und Klammen, die von der Tiefenerosion der Flüsse und Wasserfälle abgetragen wurden. In den unteren Höhenlagen besteht die Vegetation aus Eichen- und Kastanienwäldern, zwischen 1000-1800 m aus Buchenwäldern, in denen auch Eiben und Stechpalmen vorzufinden sind. Die Klammen sind häufig mit Ahorn, Linden, Eschen und Bergulmen bewachsen. In dieser Höhe befindet sich eine Baumschule der Marken für die seltene Weisstanne. Zahlreiche Birken bezeugen den klimatischen Umschwung der Vergangenheit. Aussergewöhnlich sind in den höheren Lagen auch die ausgedehnten Teppiche von Heidelbeersträuchern und der seltenen Blumen wie Türkenbund, apenninisches Edelweiss und Epipogio-Orchideen. Unter den Tieren nimmt die Gemse eine besondere Stellung ein: Sie wurde nach fast hundert Jahren wieder eingeführt. Der Apenninenwolf bildet wieder Rudel und seit einiger Zeit lässt sich hin und wieder der Braunbär von Marsica sehen. Im Park leben auch Hirsche und Rehe, Steinadler, Habichte, Wanderfalken, Feldeggsfalken, Alpendohlen und Uhus. In den Feuchtgebieten leben der Temporaria-Frosch und der Brillensalamander, der zu den selten gewordenen Lurcharten zählt.

Regionalpark des Monte Conero

Via Vivaldi, 1/3 - 60020 Sirolo (AN)

Tel. +39 0719 330376 / 0719 331161 - Fax: +39 0719 330376

www.parks.it - parco.conero@regione.marche.it

Gründungsjahr: 1987 (6000 ha)

Der Regionalpark des Monte Conero ist der erste von der Region gegründete Park. Der Küstenpark hat eine abwechslungsreiche und faszinierende Landschaft. Er nimmt eine Sonderstellung ein, da er die einzige naturbelassene Zone innerhalb eines stark von Menschenhand geprägten Hügelgebietes ist. Die Hänge des Monte Conero sind grösstenteils mit mediterranem Buschwald und Mischwäldern aus Kiefern, Steineichen, Flaumeichen und Hainbuchen bewachsen. An den mehrere hundet Meter hohen Steilküsten nisten Wanderfalken, Turmfalken, Kormorane, Blaudrosseln, schwarzköpfige Grasmücken und Buntspechte. Die Landschaft der Steilküste bietet panoramareiche Aussichten sowie Zeugnisse von historischer und kunsthistorischer Bedeutung. Sie reichen von den Felsgravierungen über römische Grotten bis hin zu napoleonischen Festungsbauten (das Fort und der Clementina-Turm in Portonovo). Die schöne romanische Kirche Santa Maria in Portonovo oder das Kloster San Pietro al Conero, gehen auf religiöse Gemeinschaften zurück, die sich hier um das Jahr 1000 ansiedelten. Ein panoramareicher Weg von Ancona nach Numana verläuft durch das Schutzgebiet. Der Strand "Le due sorelle" (die zwei Schwestern) gehört zweifelsohne zu den schönsten Küstenstreifen zu Füssen des Conero, einem der bezauberndsten Fleckchen des Adriatischen Meeres.

Regionalpark des Monte San Bartolo

Via Dante Alighieri, 40 - 61100 Pesaro

Tel. +39 0721 371075 - Fax: +39 0721 371154

www.parks.it - parcosanbartolo@provincia.ps.it

Gründungsjahr: 1996 (1586 ha)

Der Park befindet sich zwischen Gabicce Mare und Pesaro und weist eine sehr eindrucksvolle Natur auf. Die überhängende Steilküste, in der Fossilien von Fischen und seltene Gipskristalle zu finden sind, bildet eine absolut einzigartige Meereslandschaft. Zu Füssen der Steilküste winden sich Kiesstrände, deren Steine früher für die Pflasterung der Strassen von Pesaro verwendet wurden. Die Vegetation des Monte San Bartolo zeichnet sich im Frühjahr, zur Blütezeit, durch unvergleichliche Farben und Düfte aus, von Arundo pliniana, Polygala pisaurens, Schwarz- und Weisspappel und Hainbuche, bis hin zu Strauchgewächsen wie roter Hornstrauch, Weissdorn und Ginster. Einzigartig ist der Kontrast zwischen der sehr wilden Seeseite des Parks und den inneren Hügelzonen, die stärker durch den Eingriff des Menschen geprägt sind. Der Park schliesst ein Feuchtgebiet ein, das zu den bedeutendsten Italiens gehört und im Winter den Seevögeln wie Silbermöwen, Sturmmöwen, Kormoranen und Schwarzkopfmöwen Unterschlupf bietet. Im Schutzgebiet befinden sich zahlreiche archäologische und historische Zeugnisse: z.B. Funde aus der Neusteinzeit am Monte Castellaro, die Ausgrabungsstätte bei Colombarone, entlang der antiken Via Flaminia, sowie die aufgeschütteten Häfen römischen Ursprungs von Santa Marina und Vallugola.

Regionalpark des Sasso Simone und Simoncello

Piazza Conti, 12 - 61022 Carpegna (PU)

Tel. +39 0722 770073 / 0722 75350 - Fax: +39 0722 770064

www.parcosimone.org - ente@parcosimone.org

Gründungsjahr: 1996 (4847 ha)

Der Park liegt im Mittelpunkt des antiken Montefeltro und umfasst eine Hügellandschaft mit ununterbrochen dichter Vegetation, mit Bergausläufern und Felsen, auf denen Burgen und Festungen, Kirchen, Klöster und Pfarreien errichtet wurden. Innerhalb des Naturschutzgebietes befinden sich zwei enorme Bergmassive, Sasso Simone und Simoncello, die seit der Bronzezeit besiedelt wurden und von denen der Park seinen Namen bezieht. Der Wald, der einstmals das gesamte Gebiet bedeckte, ist heute an den Osthängen durch dichte Schwarzkiefer-Aufforstungen ersetzt. Auf der Westseite findet man Reste der Buchenwälder von Pianacquadio. Im Umkreis des Sasso Simone trifft man auf dichte Waldbestände mit Zerreichen. Der Simoncello mit den Wäldern von Cantoniera und die "Costa dei Salti" sind Pflanzenschutzgebiete und gehören zum gleichnamigen Staatsforst. Im Frühling blühen Krokusse und Kornblumen. Die Fauna umfasst Rehe, Wildschweine, Damwild, Stachelschweine, Dachse, Füchse, sowie eine geringe Anzahl an Apenninen-Wölfen, die kürzlich wieder in dieses Gebiet zurückgekehrt sind. Ausserdem können hier Vögel wie Mäusebussard, Turmfalke, Habicht, Buntspecht, Adler und die seltene Wiesenweihe beobachtet werden.

Regionalpark der Gola Rossa und Frasassi

Via Marcellini, 5 - 60048 Serra San Quirico (AN)

Tel. +39 0731 86122 - Fax: +39 0731 880030

www.cadnet.marche.it - comunitamontana@provincia.ancona.it

Gründungsjahr: 1997 (9167 ha)

Das Gebiet des Parks besteht aus drei unterschiedlichen Biotopen: Der Schlucht von Frasassi, der Schlucht "della Rossa" sowie dem Scappuccia-Tal. Die Karsterscheinungen haben im Laufe der Jahrtausende die Schlucht von Frasassi gebildet, in der sich weltberühmte Grotten befinden. Die Kalksteinschlucht Gola della Rossa weist ausgedehnte Karsthöhlen auf, darunter die Grotte von Vernio,die besonders zu erwähnen ist. Das Parkgebiet umfasst auch das Naturreservat des Scappuccia-Tals, das sich durch seinen reichen Pflanzenwuchs auszeichnet. Das Felsgebiet des Parks ist der Lebensraum zahlreicher Pflanzen, u.a. der sehr seltenen Moehringia papulosa, Potentilla caulescens, Rhamus pumilla, die wissenschaftlich interessant sind. In den Kalksteingebieten hingegen dominieren Wälder mit Hainbuchen und Flaumeichen. Die Vegetation der Südhänge ist dagegen durch mediterrane Arten wie Terebinthe, Phyllirea und Erdbeerbaum gekennzeichnet. In den Felswänden der Schluchten nisten Steinadler, Uhus, Wanderfalken, Habichte und Feldeggsfalken. Im Parkgebiet leben auch Wildkatzen, Wölfe und Stachelschweine.

Grotten von Frasassi

Consorzio Grotte di Frasassi - L.go Leone XII - 60040 Genga (AN)

Tel. +39 0732 97211

Die Grotten können entlang der gekennzeichneten Wege in etwa einer Stunde besichtigt werden. Sie bestehen aus riesigen Stalaktiten und Stalagmiten sowie unterirdischen kleinen Seen, Alabasterformationen mit unglaublichen Formen, die Kristallarabesken zu sein scheinen. Die Grotten sind der Lebensraum der charakteristischen Höhlenfauna, des italienischen Erdmolchs, von winzigen Krustentieren der unterirdischen Seen und anderer Weichtiere, wie Nesticus Eremita und Meta Merianae.

Naturreservat Abbasia di Fiastra

62010 Urbisaglia (MC)

Tel. +39 0733 202122 - Fax: +39 0733 202838

www.abbadiafiastra.ne - riserva@abbadiafiastra.net

Gründungsjahr: 1984 (1867 ha)

Das Naturschutzgebiet erstreckt sich um die Zisterzienserabtei Santa Maria di Chiaravalle di Fiastra. Das entlang des Fiastra-Tales gelegene Gebiet besteht aus einer ausgedehnten Fläche, das die typischen Elemente der Ackerbaulandschaft der Marken bewahrt, sowie einer bewaldeten Fläche von mehr als 100 ha mit Zerreichen, Flaumeichen, Blumeneschen und Sommereichen. Es ist das letzte Beispiel der antiken Wälder, die einst einen grossen Teil der Hügel der Region bedeckten.

Naturreservat der Gola del Furlo

c/o Provincia di Pesaro-Urbino

Tel. +39 0723 3593 - Fax: +39 0721 33781

Auskunftsbüro: Via Flaminia, 64 - 61041 loc. Furlo di Acqualagna (PU) Tel. +39 0721 700041

www.provincia.ps.it - uff.ambiente@provincia.ps.it

Gründungsjahr: 2000 (3400 ha)

Innerhalb des Reservats liegen zwei Blumenzonen. Von besonderem Interesse ist die geologische Beschaffenheit des Gebietes, das bedeutende Schichten mit Fossilien aufweist. Zudem bietet der Park Lebensraum für Königsadler, Sperber und Bussard. Zahlreich sind zudem die Anphibien, unter diesen der gefleckte Salamander und der Frosch.

Naturreservat Montagna di Torricchio

Via Pontoni, 5 - 62032 Camerino (MC)

tel. +39 0737 404508 - Fax: +39 0737 404508

www.wwf.it/oasi - botanica@camserv.unicam.it

Gründungsjahr: 1996 (317 ha)

Das im Tazza-Tal gelegene Naturschutzgebiet kann als eine Synthese der Apenninenlandschaft betrachtet werden. Der grösste Teil besteht aus Weiden und Wiesen sowie aus Buchen- und Steineichenwäldern. Unter den Baumarten finden wir Stechpalme, Bergahorn, Eibe, Hainbuche, Blumenesche und Flaumeiche. Sehr interessant ist auch die Flora mit Viola eugeniae, Gentianella columnae, Campanula tanfanii, Campanula apennina und Trisetum villosum. Das Naturschutzgebiet ist Lebensraum von Eichhörnchen, Wildkatzen, Hasen, Füchsen, Dachsen, Mauswieseln, Mardern, Stachelschweinen und einigen Wölfen. Die Vogelwelt besteht aus Rebhühnern, Steinhühnern, Falken, Sperbern, Turmfalken, Wiedehopfen und Spechten.