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APULIEN - GEOGRAPHIE

 

 

Apulien, auch der "Absatz des italienischen Stiefels" genannt, ist die längste Region Süditaliens und nimmt den östlichsten Teil des italienischen Territoriums ein. Die Region breitet sich im Süd-Osten der italienischen Halbinsel aus, hat fast 800 km Küste und ist grösstenteils flach und hügelig. Im Norden und im Osten grenzt sie an das adriatische Meer, im Süden an das ionische Meer und im Westen an die Regionen Basilikata, Kampanien und Molise. Von Nord nach Süd wechseln sich Gebiete mit unterschiedlichen territorialen und wirtschaftlichen Eigenschaften ab. Eine gebirgige Gegend erhebt sich an der Grenze zu Campanien und Molise; es handelt sich um die Berge der Dàunia, die bis über 1100 m hoch sind. Das Vorgebirge des Gargano ist bedeckt von den hinreissenden Wäldern der Foresta Umbra.

Im nördlichen Teil sinkt es ab zu den Seen von Lesina und Varano. Im südlichen Teil fällt es sehr schnell zum Adriatischen Meer und zum "Tavoliere delle Puglie" hin ab; letzterer ist eine weite Ebene, die grösste in Mittel- und Süditalien, durchfurcht von Bächen und Flüssen. Auf dieser Ebene wird grösstenteils Getreide angepflanzt. Viele Feuchtgebiete in diesem Territorium wurden erschlossen, um sie bebaubar zu machen. Die zentrale Zone Apuliens wird von der trockenen Hochebene der Murge eingenommen. Auf dem südlichsten Streifen befindet sich hingegen das wellige Gebiet des Salento. In den Murge befinden sich auch die berühmten Castellana-Grotten, während Salento (oder salentinische Halbinsel) dieselbe Natur der Murge aufweist, aber niedriger und weniger fruchtbar ist. Die Küstenstreifen sind sumpfig im Gebiet der Küstenseen von Varano und Lesina. Im Allgemeinen sind die Küsten flach und sandig, mit Ausnahme des Vorgebirges des Gargano, wo sie hoch und abschüssig sind. In der Antike wurde das Gebiet von einigen Völkern besiedelt, die "Apuli" genannt wurden und durch die das Territorium seinen Namen "Apulia" erhielt. Anschliessend änderte sich der Name in "Puglia". Im römischen Zeitalter gab die augustinische Anordnung diesen Gebieten die Namen "Apulia et Calabria", da zu jener Zeit die salentinische Halbinsel noch Kalabrien genannt wurde.

Die landwirtschaftliche Produktion ist eine der bedeutendsten in Italien. Der Anbau von Wein und Oliven ist sehr ausgeprägt, da diese Pflanzen keines besonders fruchtbaren Bodens bedürfen. Apulien ist unter den führenden Regionen in der Produktion von Öl, Wein und Tafelweintrauben. Besonders bedeutend ist die Produktion von Hafer und Gemüse, von Hartweizen im Gebiet des Tavoliere, Feigen in der Gegend um Bari, Tabak und Zuckerrüben im Gebiet von Lecce. Die Fischerei erfolgt entlang der gesamten Küste und wird hauptsächlich auf hoher See durchgeführt. Erwähnenswert ist ausserdem, dass der grösste Teil der Meeresfrüchte aus den Zuchten von Taranto kommen. Die grössten Fischereihäfen sind die von Manfredonia, Gallipoli und Monopoli. Die einzigen Flüsse von nenneswerter Bedeutung sind der Ofanto, welcher ins adriatische Meer mündet und der Fortore, welcher die Grenze zur Region Molise darstellt. Weitere, weniger bedeutende Flüsse sind Candelaro und Carapelle. Das Klima ist typisch mittelmeerartig: trockene Hitze im Sommer und milde Winter. Im apulischen Territorium sind Regenfälle sehr selten; Apulien ist das regenärmste Gebiet Italiens.