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APULIEN - GROTTEN

 

 

Grotten von Castellana.

40 km südöstlich von Bari befindet sich das Städtchen Castellana, dessen historische Ursprünge auf das X. Jahrhundert zurückgehen. Seit diversen Jahren heisst diese Ortschaft Castellana-Grotte und stellt das bedeutendste Fremdenverkehrs-Ziel Apuliens und eines der bedeutendsten in ganz Süditalien dar. Der Ort verdankt seinen Ruhm der Entdeckung eines ausgedehnten Systems von natürlichen, unterirdischen Höhlen, die am 23. Januar 1938 erfolgte. Die Grotten von Castellana gehören zu den bedeutendsten unter den unterirdischen, natürlichen Höhlen Italiens und Europas und haben eine herausragende Stellung aufgrund ihrer beachtlichen Ausdehnung, aber vor allem wegen der spektakulären Länge der natürlichen Galerien und des grossen Reichtums an kristallinen Konkretionen. Die Grotten folgen dem Lauf eines antiken unterirdischen Flusses. Die Höhlen, die von Franco Anelli entdeckt und anschliessend zusammen mit Vito Matarrese erforscht wurden, stellen einen grandiosen speleologischen Komplex dar, den schönsten bis heute bekannten auf italienischem Territorium. Die Besuche finden unter Begleitung eines Führers statt und folgen zwei Routen: die kurze, ca. 1 km, bis zu der Caverna del Precipizio, von einer Dauer von ca. 50 Minuten und die komplette, bis zur Weissen Grotte, von ca. 3 km und einer Dauer von etwa 2 Stunden. Man erreicht die Grotten über eine bequeme Treppe, während der Aufstieg über zwei schnelle und sichere Aufzüge erfolgt. Eindrucksvoll ist die neue Beleuchtung.

Zinzulusa-Grotten (Lecce - Castro).

Das antike römische, befestigte Lager (Castrum), wahrhaftig eine kleine Perle des Salento, ist heute ein renommierter Fremdenverkehrsort, der sich am tyrrhenischen Meer befindet, fast am Ende des italienischen Absatzes. Die Schönheit des Meeres mit seinen unzähligen Farbschattierungen sowie der helle Ort, der sich in Castro und Castro Marina unterteilt, sind alleine schon einen Besuch oder besser noch einen Urlaub wert. Die Zinzulusa-Grotten, mit ihren aussergewöhnlichen Drapierungen mit durch die Erosion des Meeres geformten Stalagtiten, die an zum Trocknen aufgehängte Lappen ("zinzuli") erinnern, öffnen sich zum Meer hin, an einem herrlichen Küstenstreifen, mit zahlreichen kleinen Grotten und einem Meeresgrund der, trotz der Tiefe, klar und reich an Farben ist. Die Grotte war in früher Antike bewohnt; es wurden bedeutende paleontologische und paletnologische Reste gefunden; trotz der Nähe zum Meer handelt es sich um eine karsische Grotte, reich an typischen Phänomänen, wie Stalagtiten und Stalagmiten.