Home pageNatur und Parks in Apulien National Park

APULIEN - NATUR UND PARKS

 

 

Der Grossteil der Gebiete von naturalistischem Interesse, die sogenannten Reservate, charakterisiert durch aussergewöhnlichen Pflanzenwuchs und einer grossen Vielzahl von Baumarten, befinden sich im nördlichen Gebiet Apuliens, im Herzen der Gargano. Das Territorium des Parks ist in zwei Zonen aufgeteilt: die erste ist von grossem naturalistischem, landschaflichem und kulturellem Interesse mit einem niedrigen Grad an Anthropisierung, während die zweite Zone einen höheren Grad an Anthropisierung aufweist. Im Bereich des staatlichen Eigentums der Foresta Umbra wurden diverse Naturreservate eingerichtet, wie zum Beispiel das Reservat Falascone, das sich auf einer Fläche von 48 ha ausbreitet, die zur Gemeinde Monte Sant'Angelo gehören. Aufgrund der aus dem Boden ragenden Felsen, die von der Witterung zerfressen und daher reich Ausbuchtungen sind, sowie des feuchten Ambientes, finden wir hier eine reiche Vegetation di Bryophyten; das Vorhandensein von kleinen kleinen Absenkungen mit lehmigem Grund bietet die Voraussetzung für die Ansammlung von Regenwasser, die ausschlaggebend für die Fauna ist, da es sich um das einzige Wasserreservat des Waldes handelt. Unter den Zugvögeln finden wir Ringeltaube, Waldschnepfe und verschiedene Drosselarten.

Etwas weiter südlich breitet sich das biogenetische Naturreservat "Bosco di Ischitella" auf 200 ha Fläche aus; die morpholigische Konformation des Territoriums wird durch ein System von Richtung Westen liegende, kleine Täler charakterisiert. Wenn man 600 m hoch ansteigt, bis zur Ortschaft Coppa delle Rose, verändert sich die Waldlandschaft; hier erreicht die Buche beachtliche Dimensionen, mit Höhen bis zu ca. 30 m. Dieses Ambiente bietet Raum für Rehe und Siebenschläfer, grüne Spechte, Uhus und andere Vogelarten. Im Osten dieses Reservates befindet sich das Naturreservat Sfilzi, das sich auf 56 ha Fläche ausbreitet, entlang der Hänge des Carpinosa-Tals. In diesem Gebiet besteht der Grund aus "braunem Waldboden", der auf roter Erde liegt; die Quelle von Sfilzi ist die einzige immer aktive Quelle des Gargano. Im Reservat wird die Vegetation beeinflusst durch die Lage: am nördlichen Hang befinden sich Buchen fustaglie di faggio, während sich an den Richtung Nord-Westen gelegenen Hängen hauptsächlich Zerreichen, Ahorn usw. vorhanden sind. Hier befinden sich auch Wildschweine, Füchse, Wildkatzen und Gimpel. Im Norden der Ortschaft Cagnano Varano breitet sich auf einer Fläche von 155 ha das vierte Reservat aus, Naturschutzgebiet "Isola Varano" genannt, in dem sich vor allem in Küstennähe eine stark spezialisierte Flora befindet, welche den trockenen Sand besiedelt. Zum Hinterland hin befinden sich Pinien, unter denen sich eine reiche Flora mit typischen Elementen des mediterranen Buschwaldes entwickelt, wie Rosmarin, Ginster, Spargel usw. Das Reservat bietet ausserdem einen sicheren Lebensraum für Hasen, Füchse, Igel, Vipern und Smaragdeidechsen.

Auf dem Südhang des Vorgebirges in der Gemeinde Mattinata befindet sich auf 124 ha Fläche das biogenetische Naturreservat Montebarone; hier befinden sich tiefe Täler und sehr steile Hänge, aber die Küstenlandschaft ist zweifelsohne eine der schönsten de Gargano, durch die grosse Zahl an Grotten, Klippen und kleinen Buchten. Im dichten Unterhoz dieses Reservates leben Wildschweine, Füchse, Dachse, Gimpel und Ringeltauben. Im Süden Apuliens befinden sich weitere Reservate, die von nicht geringerer Bedeutung sind. In der Provinz Lecce liegt das biogenetische Naturreservat von S. Cataldo, zwischen Lecce und Vernole; es breitet sich auf ca. 28 Hektar aus und wird durch einen experimentellen Pinienhain charakterisiert. In der Gemeinde Vernole (LE) befindet sich auch das Naturreservat "Le Cesine" mit besonders reicher Fauna; es erstreckt sich auf einer Oberfläche von ca. 348 ha und ist besonders geeignet für die Rast von zahlreichen Zugvögeln, darunter einige vom Aussterben bedrohte Arten. Dieses grossflächige Reservat wird vom WWF geleitet. Zwischen den Gemeinden Massafra, Palagiano, Castellaneta und Ginosa (in der Provinz Tarent) erstreckt sich das biogenetische Naturreservat Stornara. Ebenfals in der Provinz Tarent befindet sich das Reservat der östlichen Murge, genau zwischen den Gemeinden Massafra und Martina Franca.