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APULIEN - MONTE SANT'ANGELO (Meteo)

 

Monte Sant'Angelo ist eine charakteristische Ortschaft des Gargano und liegt auf 843 m Höhe am Rande des Waldes "Foresta Umbra", mit herrlicher Aussicht auf den südlichen Teil des Gebirges, des Flachlandes und des Golfs von Manfredonia. Monte Sant'Angelo ist 54 km von Foggia und 15 km von Manfredonia entfernt. Der Ort besitzt eine besondere Faszination durch seine religiöse und geschichtliche Bedeutung, die man noch heute entdecken und erleben kann. Monte Sant'Angelo ist ein bekannter Wallfahrtsort, an den man sich im Mittelalter vor dem Aufbruch zu Kreuzzügen begab und der auch heute noch zahlreiche Pilger anzieht. Die Atmosphäre von Monte Sant'Angelo ist, zwischen Geschichte und Legende, von den zahlreichen Erscheinungen des Erzengels Michael geprägt. Die erste Erscheinung fand im Jahre 490 statt, Zeitalter des Papstes Felice III und des Bischofs von Siponto, San Lorenzo Maiorano.

Die antike Chronik erzählt, dass eines Tages ein Stier aus dem Besitz eines Edelmannes, Elvio Emanuele, verschwand. Er wurde kniend in einer unzugänglichen Höhle wiedergefunden. Da ihn sein Besitzer nicht erreichen konnte, versuchte er auf das Tier zu schiessen, doch der Pfeil kehrte zurück wie ein Boomerang und traf den Schützen. Aufgrund dieser Begebenheit ordnete der Bischof Lorenzo drei Tage Gebete und Fasten an. Am dritten Tag erschien ihm der Erzengel Michael, bezeichnete sich als der Hüter der Höhle und beauftragte den Bischof, die Höhle dem christlichen Kult zu weihen. Auf dem Gargano herrschte zu jener Zeit das Heidentum vor und der Bischof war so überrascht und unentschlossen, dass er es bevorzugte, vorerst nicht nach den Worten des Erzengels zu handeln. Zwei Jahre später, im Jahre 492, wurde das christliche Siponto von den heidnischen Horden von Odoacre belagert. Nachdem ein Waffenstillstand von 3 Tagen ausgehandelt wurde, verordnete Lorenzo den Bewohnern Gebete und Busse. Diesmal erschien ihm der Erzengel mit der Nachricht, die Barbaren anzugreifen. Die Spiontiner beschlossen also zu handeln und ein Unwetter mit Sand und Hagel brach an und schlug die erschrockenen Scharen von Odoacre in die Flucht. Zum Dank für die Rettung von Siponto ordnete Lorenzo eine Prozession bis zur Grotte des Erzengels an, ohne diese jedoch zu betreten. Im Jahre 493 fragte Lorenzo, noch immer unentschlossen ob er die Grotte weihen solle oder nicht, den Papst Gelasius I um Rat, welcher ihm zum Fasten riet; anschliessend solle er die Grotte mit den anderen Bischöfen betreten.

Zum dritten Mal erschien ihm der Erzengel und befahl ihm, die Grotte furchtlos zu betreten, da er selbst ihm zeigen würde, wie er den Ort bereits geweiht hatte. Lorenzos Erstaunen war gross, als er in der Mitte der Grotte einen Altar vorfand, der mit einem roten Tuch bedeckt war und auf dem sich ein Kreuz aus Kristall befand, genau so wie es ihm der Erzengel beschrieben hatte. Am Eingang wurde daraufhin eine Kirche erbaut, während die Grotte, übrigens der einzige christliche Ort der nicht vom Menschen geweiht wurde, den Namen "Himmlische Basilika" erhielt. Vom Jahre 493 machen wir einen Schritt bis zum Jahr 1656, in dem eine schreckliche Seuche ausbrach. Der Erzbischof Alfonso Puccinelli betete zum Erzbischof Michael, der ihm am 25. September erschien und ihm riet, Steine aus der Grotte zur Heilung der Kranken zu verwenden. So geschah es: das Volk nahm die Steine und die Seuche verschwand. Heute ist Monte Sant'Angelo ein Ort, der seinen eindrucksvollen Charakter bewahrt und das ganze Jahr über aktive Gastfreundschaft bietet.

 

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