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Ragusa hat ca. 70.000 Einwohner und befindet sich in einer hügeligen Landschaft auf einer Höhe von 502 Metern über dem Meeresspiegel. Der Name Ragusa leitet sich vom griechischen Wort Rogos ab, was soviel wie Getreidespeicher bedeutet. Der Name entstand aufgrund der weitläufigen, schon seit Jahrtausenden existierenden Getreidefelder dieser Gegend. Die Stadt ist in zwei Stadtteile unterteilt, zum einen das höher liegende Ragusa und zum anderen das tiefer liegende Ragusa-Ibla. Der untere Bereich wurde zu Zeiten der Sikuler gegründet und nannte sich Hibla Heraia.
Im Jahre 2002 würde Ragusa von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Das historische Zentrum beherbergt zahlreiche Monumente des Barock, darunter die Kirche Santa Maria delle Scale, die Kathedrale des Hl. Johannes (San Giovanni) mit ihrem hohen Glockenturm, die zwischen 1706 e il 1760 erbaut wurde, Palazzo Casentini und Palazzo Bertini, die gegen Ende des XVIII. Jahrhunderts errichtet wurden, die Basilika des Hl. Georg (San Girgio), deren Bau 1775 fertiggestellt wurde und die ihr besonderes Aussehen der über 40 m hohen Kuppel verdankt, die von 16 Säulen gestützt wird, sowie das archäologische Museum "Museo Archeologico Ibleo", in dem man zahlreiche Zeugnisse der jahrtusendealten Kultur Ragusas besichtigen kann.
Das antike Stadtviertel, Ragusa Ibla, befindet sich im östlichen Teil des Ortes und strahlt eine ganz besondere, mittelalterliche Atmosphäre aus, mit ihren gewundenen Gassen und den Monumenten, die auf die tieferliegenden Täler blicken. Der östlche Teil der Stadt ist das neuere Viertel, das nach der Zerstörung durch das Erdbeben im Jahre 1693 erbaut wurde. Durch diese Zweiteilung der Stadt kommt es, dass Ragusa auch zwei Schutzheilige hat: der Hl. Georg wird im ötlichen Teil verehert, der Hl. Johannes der Täufer hingegen im höhergelegenen, neueren Stadtviertel. |
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