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UMBRIEN - TODI (Meteo)

 

Todi ist eine Gemeinde der Provinz Perugia; sie hat ca. 17.000 Einwohner. Die Ortschaft fesselt einen auf dem ersten Blick: malerisch liegt sie auf einem Hügel über dem mittleren Tiber-Tal. Im Stadtzentrum taucht man ein in die ganz besondere Atmosphäre des Ortes, mit seinen mittelalterlichen Gassen und den zahlreichen Monumenten. Die meisten mittelalterlichen Baudenkmäler Todis gruppieren sich um die Piazza del Popolo, dem Zentrum der Altstadt, die von einer beeindruckenden Mauer umgeben ist.

Der gotische Dom Santa Maria Assunta aus dem 12. Jhd. wurde über einem römischen Vorgängerbau errichtet, wahrscheinlich einem Apollo-Tempel. Ein hier gefundener Apollo-Kopf befindet sich in den vatikanischen Sammlungen. Der heutige Bau, eine Basilika über kreuzförmigem Grundriss, entstand fast vollständig ab 1190 nach einem Brand. Die Rosette in der ansonsten wenig gegliederten, beinahe quadratischen Westfassade wurde 1513 hinzugefügt. Der Gouverneurspalast von 1334 mit dem beeindruckenden, noch etwas älteren Guelfenturm beherbergt heute die Stadtverwaltung. Die bronzene Plastik eines Adlers, die seine Fassade schmückt, stellt das alte Wappen der Stadt dar und ist ein Werk von Giovanni di Giliaccio (1347). Außerdem befinden sich an diesem Platz, der Palazzo del Capitano und der Palazzo del Popolo.

An einer der Hügelflanken liegt die Wallfahrtskirche S. Maria Della Consolazione (die hl. Maria des Trostes), begonnen 1508, ein Hauptwerk der Renaissance. Anlass zur Erbauung war auch hier wie so häufig ein angeblich plötzlich wundertätig gewordenes Marienbild, daher auch der Name. Oft Donato Bramante zugeschrieben, ähnelt der Zentralbau über dem griechischen Kreuz dem Erstentwurf für den Petersdom. Bramantes Mitarbeit lässt sich nicht belegen, wohl aber die von Cola da Caprarola, Antonio da Sangallo der Jüngere, Baldassare Peruzzi, Galeazzo Alessi, Michele Sanmicheli, Vignola und Ippolito Scalza. Geweiht wurde sie erst 1607. San Fortunato ist eine dem lokalen Heiligen Fortunatus von Todi geweihte frühchristliche Kirche aus dem 7. Jahrhundert. Der Neubau der Franziskaner, ab 1292 begonnen, stoppte 1348 mit dem Hereinbrechen der großen europäischen Pestepidemie, so dass nur Teile vollendet wurden, wie die untere Westfassade.

 

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